Ausstellung Land in Sicht | 14.01. - 18.02.2018

„Land in Sicht, singt der Wind in mein Herz. Die lange Reise ist vorbei. Morgenlicht weckt meine Seele auf. Ich lebe wieder und bin frei“. So beginnt ein Song von Rio Reiser, der der aktuellen Ausstellung in der Villa Sponte ihren Titel gegeben hat.

 

Jo Fischer gehört zu den Shootingstars des deutschen Fotografennachwuchses. Für das Magazin „Der Spiegel“ sowie Leica Fotografie International“ reist er regelmäßig um die Welt und sammelt Geschichten. Jo Fischer zog vorübergehend nach Bremen und begab sich hier auf eine fotografische Recherche über das niedersächsische Umland und die dort ansässigen Menschen. Insbesondere die Alltagsgeschichten interessieren ihn, die kleinen Begebenheiten, die so komisch-grotesk wie abgründig sind. Seine Bildgeschichten entstanden in Schützenvereinen, auf Bauernhöfen oder in urigen Gaststätten. Dort porträtierte er Menschen und kam mit ihnen ins Gespräch. Es entstand ein eindrückliches fotografisches Tagebuch, das auch in einem Band präsentiert wird.

 

Mirsad Herenda, geboren im bosnischen Gorazde, studierte Bildhauerei in Sarajevo. Seit 2004 lebt der Künstler in Bremen, wo er 2012 ein Gaststudium an der HfK als Meisterschüler abschloss. Seine Werke entstehen jetzt in seinem Atelier im Bremer Westen: z. B. Vögel aus Draht mit unzähligen Schweißpunkten, die frei im Raum schweben. Metallisch sind auch seine jüngsten Arbeiten, die den aktuellen Schwerpunkt des Künstlers bilden: Bäume in verschiedenen Formen, als riesige Metallgebilde und in kleineren Exemplaren. Der Künstler hat sie aus Draht und Stahlplättchen zusammengeschweißt. Die riesigen Skulpturen wirken auf den ersten Blick wie wirkliche Bäume, sind jedoch aus Eisen. Herendas Skulpturen erzählen viele Geschichten, die er selbst erlebt hat. Geschichten von Krieg und Zerstörung, vom Verlust von Beziehungen, deren Bänder zwischen Kulturen und Völkern geknüpft waren.

Vernissage: Sonntag, 14. Januar 2018, 15.30 Uhr

Einführung: Dieter Begemann

Musikalische Begleitung: Heino Kraft am Saxophon

Ausstellung bis Sonntag, 18. Februar 2018

Geöffnet: Dienstags, sonnabends und sonntags von 15 bis 18 Uhr