Stückwerk - Machtspiele | 06.04.2018 | 20:00 Uhr                                    Fällt krankheitsbedingt aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt!

Neue rumänische Dramatik findet nur langsam den Weg auf die Bühnen deutscher Theater. Zu Unrecht, denn neue Stücke werfen auf das Land am Rand der europäischen Gemeinschaft mit seiner wechselhaften Geschichte und seinen daraus resultierenden aktuellen Belastungen aber auch Aufbruchsbestrebungen ein erhellendes Licht. In der Anthologie „Machtspiele“ von Irina Wolf, die dem Programm zugrunde liegt, werden Szenen der rumänischen Dramatikerinnen Elise Wilk und Gianina Carbunariu vorgestellt. Sie repräsentieren die interessantesten szenischen Konzepte auf der Suche nach neuen Formen, Stilen und szenischen Umsetzungen und liefern ein facettenreiches Bild der posttotalitären rumänischen Gesellschaft.

 

„Die Themen meiner Werke entspringen aus der nicht weit entfernten Vergangenheit, jedoch sind meine Produktionen immer in der Gegenwart verankert“, sagt Gianina Carbunariu. Sie ist Mitbegründerin von dramAcum, einer Plattform für Entwicklung und Produktion zeitgenössischen rumänischen Theaters. In „Spargel“ behandelt Carbunariu ironisch und berührend Themen der Toleranz, Integrations- und Migrationsproblematik und enthüllt Macht als Ausdruck gesellschaftlicher Ausgrenzung. Elise Wilks „Zimmer 701“, das zweite Drama in der Lesung, vereint vier Geschichten über alltägliche Menschen, die sich im selben Hotelzimmer an verschiedenen Abenden einfinden. Die Szene „Whiskey mit ein bisschen Eis“ greift auf humorvolle Weise zentrale Aspekte der Macht als Instrument emotionaler Erpressung auf.