Ausstellung | [archi] tektonisch | 03.05. - 02.06.2019


geöffnet Di., Sa. und So. von 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Finissage | am 02.06.2019 | 15:30 Uhr |

musikalische Begleitung: Victoria Kuriloff/Querflöte, Marina Minkwitz/Klavier

Ulrike Möhle beschäftigt sich mit den plastischen Eigenschaften unterschiedlicher Materialien und deren Zusammenwirken in einer Form. Elemente aus Beton in Form gegossen, verbinden sich mit gebauten Keramikformen. Durch Öffnungen , Schatten und Lichteinfälle weisen Elemente auf ein räumliches Inneres hin. Farbiges Acrylglas, glasüberzogene oder eingefärbte Elemente akzentuieren einzelne Flächen und Innenräume.

 

Stapeln | schichten | schieben lautet entsprechend der Titel des Katalogs von Ulrike Möhle. Was die Arbeiten demonstrieren, das lässt sich an ihnen studieren: das Miteinander, Gegeneinander, Hintereinander, Nebeneinander und Übereinander der Formen; ihre Größenverhältnisse; ihre jeweilige Materialität; ihre jeweilige Oberfläche; und das Spiel des Lichts“

 

In seinen abstrakten Malereien experimentiert Bernd Müller-Pflug mit Acrylglasscheiben die er meist rückseitig bemalt und durch lasierende Farbaufträge zu komplexen Bildern verarbeitet.

Die so entstandenen verschachtelten Raumvisionen lassen an moderne Architektur denken. Die oft glänzende Oberfläche der Bilder spiegelt dabei buchstäblich die Ästhetik moderner Glasarchitektur wieder, wobei Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund der Bilder so ineinander verschmelzen, dass keine eindeutige räumliche Orientierung möglich ist.

Der kaleidoskopartig aufgefächerte Bildraum erscheint gleichzeitig als Innen- und Außenansicht und ist vielfach durchbrochen.

Das statische Gesetz der Perspektive erscheint hier zu Gunsten eines multiperspektivischen, bewegten Bildraumes aufgehoben.

Den geometrischen Kompositionen stehen Arbeiten gegenüber, deren organische Formen schwerelos im Raum stehen und gelegentlich Assoziationen zu Wasserwelten oder Einblicke in mikroskopische Raumtiefen zulassen.

Durch die ungewöhnliche Malerei auf Acrylglas ergibt sich auch ein ungewöhnlicher, umgekehrter Malprozess:

 

dadurch, dass die ersten Farbaufträge letztlich im Vordergrund und die späteren Farbsetzungen im Hintergrund erscheinen, wird das Bild nicht nur seitenverkehrt, sondern in gewisser Weise „rückwärts“ entwickelt.

 

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.