Ausstellung | Hinter der Illusion | 12.09. - 17.10.2021

Pia van Nuland - Lino Print | Sabine Wewer - Malerei


Die Ausstellung ist am 25.09.2021 geschlossen

Öffnungszeiten: Di., Sa. und So. von 15.00 - 18.00 Uhr

Führung durch die Ausstellung  und Vorführung mit der Künstlerin Pia E.van Nuland                              am So. 26.09. und So. 10.10.21 jeweils zwischen 15 und 18 Uhr

Pia E. van Nuland studierte Illustration und Fotografie an der AKI (Academy for Art and Industry) in den Niederlanden und am Edinburgh College of Art in Großbritannien. 1993 schloss sie ihr Studium mit dem Bachelor of Fine Arts ab. Seit 1994 ist Pia E. van Nuland in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in den USA, Japan, den Niederlanden und Deutschland vertreten. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Bremen.

Der Menschen als NATÜRliches Wesen. Eine künstlerische Annäherung. Der Mensch prägt die Natur, und gerade in den dichtbesiedelten Industriegesellschaften kann der Mensch leicht den Blick dafür verlieren, dass auch er Teil dieser Natur ist. Begibt sich der Mensch in die Einsamkeit der großen Landschaften der Wüste, der Berge, des Meeres fühlt er sich zunächst klein und empfindet diese Umwelt als Bedrohung.

Dieses Getrenntsein ist in beiden Fällen eine Illusion. In ihren Arbeiten möchte Pia van Nuland dies verdeutlichen und die Momente der Entfremdung als auch die zeigen, in denen diese Entfremdung aufgehoben ist. Der Mensch, die Figur in einem Bild, der Betrachter dieses Bildes sich als ein Teil empfinden, wie ein Blatt, ein Stein Teil der Natur, der Landschaft sind.

Der Linolschnitt wurde, als eine Alternative zum Holzschnitt, während der späten europäischen industriellen Revolution populär. Die Verfügbarkeit von Linoleum, der niedrige Preis (für Bodenbeläge verwendet) und die einfache Handhabung machten das Material für viele Künstler attraktiv. Man findet Beispiele unter verschiedenen Vertretern der klassischen Moderne oder des deutschen Bauhaus in Dessau.

Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen.

Sie verwende für ihre Linol- und Holzdrucke Ölfarben. Es entstehen dabei sowohl opaque als auch deckende Farbflächen, die es erlauben, unendlich viele Farbnuancen und brillante Oberflächen zu erhalten.

 

Besondere Projekte:

  • 2021 »Crystal Ball Book Salon«, Galerie Crystal Ball, Berlin

  • 20/21 »Silent Night«, Modern West Fine Art Gallery, Salt Lake City, USA

  • 2020 »Right Here Right Now«, Museum SUMA (Southern Utah Museum of Art), USA

  • 2020 »Artist Talk«, Freundeskreis Kupferstichkabinett, Kunsthalle Bremen

  • 2020 »Right Here Right Now«, Modern West Fine Art Gallery, Salt Lake City, USA

  • 2020 »A Second Moon«, solo show, Galerie Crystal Ball, Berlin

  • 19/20 »Interpreted Landscapes«, Modern West Fine Art Gallery, Salt Lake City, USA

Sabine Wewer

studierte Malerei an der Hochschule für Kunst in Hannover und erhielt im Anschluss ein Wohn-Stipendium der Galerie ANGLE in Frankreich und ein Fulbright Stipendium an der State University of New York, wo sie Painting, Modern Dance, Anthropologie und Art Theory mit Irving Sandler und Robert Storr studierte.

 

Sie lebte sechs Jahre in Manhattan, wo sie immer noch ein Studio hat; und wurde Teil der New Yorker Kunstszene, stellte u.a. mit Jean-Michel Basquiat und Nan Goldin aus - und arbeitete in ihren Filmprojekten mit den Musikerinnen Lila Downs und Anna Domino zusammen.

 

In New York finanzierte sie sich mit Fliesenlegen und Strassenverkäufen von selbstgemachten Ohrringen aus Knöpfen, die sie im orthodox-jüdischem Trimmings store am Broadway fand. Wewer zog mit einem tragbaren Kasten durch Greenwich Village und las Passanten die nahe Zukunft aus selbst designten KISMET-Karten. Eine Siebdruck Mode Edition auf recycelten Kleidungsstücken, auch KISMET genannt, ist in ständiger Produktion.

Zur Zeit malt sie an Bildern in Serien, wie z.B.: Crystal Lab / (Miroir du Monde) Trance / Gadiator Gym ( Boxern )/ Spiegeln und modernen Ruinen.

Sie realisiert auch Videoprojekte wie 2013 Gypsycamp/The Lost Tribe, bei einem Tanzworkshop in Comandău/Rumänien oder arbeitete im gleichen Jahr im Dancelab- Praha an der Tanz-/Video- Performance „Alles was ich will passiert.“. Wewers Erfahrungen mit fremden Kulturen, Ritualen, Bildern und Gewohnheiten spielen in ihre Kunst immer mit hinein.

 

Besondere Projekte:

  • Chaosgott, work-in-progress (2021-2022) mit der Künstlergruppe BMX-Ali, Düsseldorf/Bremen/Prag

  • Jene Seltsame Stunde, 2021 Einzelausstellung, Galerie Schindler Potsdam

  • City of Women, 2019 screening: Doku.39 min (Tradition von indigenen Frauen in Juchitán) Melville Boutique Hotel, Mazatlán, Mexiko

  • We leave ourselves behind, 2019, Kunstpalast Wedding International, Berlin , Doppelausstellung mit Dexter Strong ( NYC)


Anmeldung nicht erforderlich. Einlass nach den üblichen Coronabedingungen (3 G's).

Eintritt frei. Über Spenden freuen wir uns.