Ausstellung | Leben als Sabotage | 19.01. - 16.02.2020

mit Sarah Hillebrecht und Christian Przygodda


Öffnungszeiten: Di. Sa. und So. von 15.00 bis 18.00 Uhr

Unter dem Titel „Leben als Sabotage“ zeigt die Villa Sponte, Osterdeich 59b, von Sonntag, 19. Januar, bis einschließlich Sonntag, 16. Februar, Zeichnungen und Malerei von Christian Przygodda sowie Skulpturen von Sarah Hillebrecht. Die Ausstellung beginnt mit einer Vernissage am Sonntag, 19. Januar, um 15.30 Uhr. Anschließend sind die Werke bis zum 16. Februar dienstags, sonnabends und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

 

Christian Przygodda ist Zeichner und Maler, Sarah Hillebrecht Bildhauerin. Sie leben und arbeiten als Künstlerpaar, oft ganz unabhängig voneinander, manchmal an gemeinsamen Projekten. Als freie und bildende Künstler teilen sie das Interesse am Menschen, der mit den zeitgenössischen Bedingungen seiner Existenz den Hauptgegenstand ihrer künstlerischen Untersuchungen und Reflektionen darstellt. Dabei findet eine intensive Verflechtung von Werk und eigenem Leben statt, nicht unbedingt gewollt, aber doch willkommen.

 

Christian Przygodda nimmt eine kritische Position zu gesellschaftlichen Entwicklungen und Konventionen ein und spiegelt diese in seinen Arbeiten. Nicht jedes Werk zeigt einen bestimmten politischen oder sozial-kritischen Ansatz, es geht ihm aber immer um eine menschliche Haltung im Ganzen, die an sich unter heutigen Bedingungen gesellschaftspolitisch schon verdächtig erscheint. So zum Beispiel seine Weigerung, an einer staatlich geforderten Zwangsdigitalisierung durch die Verwaltung teilzunehmen oder auch nur formal als Künstler von der Ausübung handwerklicher Qualität Abstand zu nehmen.

Sarah Hillebrecht konzentriert sich bewusst auf Handarbeit und strebt sowohl nach künstlerischem Ausdruck als auch nach handwerklicher Vervollkommnung in der Umsetzung. Sie sieht sich als lokale Aktivistin in einer globalisierten Kunstszene. Die Handarbeit nimmt als eine anachronistische Wahl bei ihr eine kritische Dimension ein, welche sich von der vorherrschenden Formulierung der aktuellen Kunstproduktion distanziert. Im Sinne einer post-konzeptuellen Kunst, die die Funktion erfüllt, Wirklichkeit zu konstruieren und sie auszudrücken, gelangt ihre figürliche Skulptur zu einer neuen Berechtigung und Bedeutung. Sie ist für Sarah Hillebrecht das geeignete Medium, um kulturelle Dynamik, die gesellschaftliche und politische Identitäten formt, zu erforschen.

 

 

Christian Przygodda und Sarah Hillebrecht arbeiten zusammen im Beuyss‘schen Sinne an einem Werk, das soziale Wirksamkeit und Relevanz erlangt.

 

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.