Ausstellung | Sichtflächen verschieben | 17.11. - 15.12.2019

Cordula Kagemann, Dorit Hillebrecht, Julia Gubitz


Öffnungszeiten: Di., Sa. und So. von 15-18 Uhr

Unter dem Titel „Sichtflächen verschieben“ zeigt die Villa Sponte, Collagen von Cordula Kagemann, Malerei von Dorit Hillebrecht sowie Grafiken und Objekte von Julia Gubitz. 

Cordula Kagemann baut ihre Collagen in Schichten auf. Sie setzen sich aus gesammelten und selbstbedruckten Papieren, Fotos und Fragmenten von Fotografien, Papierschnitt und Farblasuren zusammen. Die Künstlerin faszinieren dabei die Qualitäten des Materials Papier sowie die Möglichkeiten und Texturen, die im Gestaltungsprozess entstehen. Dieser Prozess an sich ist für sie wichtiger als das vollendete Werk und steht als Thema im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Ebenso wie Papiere und anderes Collagematerial sammelt sie Erinnerungen, Orte und Beobachtetes, das sich zum richtigen Zeitpunkt in ihren Collagen manifestiert.

In der Arbeit von Dorit Hillebrecht geht es um Zeichen und Formen. Ihre Arbeit charakterisiert sich durch Konzentration auf das Wesentliche. Dies spiegelt sich wieder in einem äußerst sparsamen Einsatz der Mittel. Hierbei sind Schwarz und Weiß die Urpolarität, Orange als Wärme und Energie und höchste Aktivität. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Bildraumes ist die ursprüngliche Farbe der Leinwand, die im Grunde ihre Rolle als konstituierendes bildnerisches Mittel beansprucht – auch auf das Wesentliche reduziert.

Der Inhalt spricht durch die Form, regt an zum Mit-Denken, Mit-Sinnen, Mit-Imaginieren.

 

Julia Gubitz beschreibt im wahrsten Sinne des Wortes ein Blatt mit der bloßen Linie. Sie erzeugt die Illusion eines Gegenstandes, Grundrisses, Aufrisses, einer ganzen Zimmereinrichtung, um sie dann gründlich durcheinanderzubringen. Nichts stimmt hier mehr. Die Perspektiven wechseln ständig. Es verschwinden Details, Flächen werden transparent, Strukturen und Muster führen ein Eigenleben, gewohnte Elemente der Raumillusion werden auf den Kopf gestellt. Julia Gubitz‘ Grafiken und Objekte sind irritierend, irreführend, witzig und radikal.