kunst:voll verNetzt | 45 Künster*innen | 24.10. - 19.12.2021

Geöffnet: Di., Sa. und So. von 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung



kunst:voll vernetzt - ein Ausstellungsprojekt

Die Verbindung miteinander, die Intensität unserer Beziehungen, die Verknüpfung und Vernetzung mit anderen sind menschliche Grunderfahrungen. Wir erleben sie als wesentlich für Sinn und Qualität unseres Lebens. Ursächlich angewiesen auf lebendige Kommunikation erleben KünstlerInnen das Gefühl der Fremdheit und der Vereinzelung in der Corona bedingten

Isolation als besonders bedrückend.

Mit einem Blick nach vorn soll diese Ausstellung ein Zeichen sein. Wir wollen das Zeichen setzen. Immer wieder ist es die Kunst, die uns Auf-Schwung gibt, die uns im besten Sinne ‚funktionsfähig‘ hält, handlungsfähig. Wir sind nicht ‚verurteilt‘, erst recht nicht zu Stillstand und Resignation. Musik, Tanz, Theater, Sprach- und Bildende Kunst eröffnen uns immer neu ihre,

unsere Handlungs-Spielräume. Innerhalb dieser Handlungsspielräume und über ihre Grenzen hinaus, über den Tellerrand interagieren wir im Netz der so entstehenden Verknüpfungen.

 

Was will diese Ausstellung?

Die Pandemie ist ein Prozess, dessen zunehmende Dauer zermürbt. Sind wir den Mechanismen dieses Prozesses hilflos ausgeliefert? Der zunehmenden Reduktion unserer lebendigen Interaktionsmöglichkeiten, der Isolierung der einzelnen Menschen, herausgeschält aus ihrer Lebenswelt? Auferlegtes, verordnetes, der Situation geschuldetes Cocooning – im Gegensatz zum freiwilligen Rückzug, der klärenden Klausur, Eremitage – der Isolation, Vereinsamung,

Verarmung, Deprivation, Ermattung, Depression?

Kopf, Hand, Fuß und Herz – das sind unsere Ressourcen. Die Ausstellung will handgreiflich zeigen, so, dass wir es begreifen: Aus der Isolation, dem Schärenzustand, der Verinselung helfen ‚Boote‘ im Archipel, die wie Weberschiffchen hin und her fahren – die uns miteinander verbinden, verknüpfen und vernetzen, – mit allen Mitteln der Kunst‘. Die ‚Boote‘ sind Boten, aus unseren Klausen und Kokons und Ateliers. Sie sagen: Hier bin ich, das ist mein Standpunkt, meine momentane Position. Sie fragen nach dem Du. Der Beginn eines Netzes: ‚Ich bin da- wo bist du?‘ Nichts anderes will die Ausstellung. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Wir wollen einige Standpunkte zeigen – Inseln, vielleicht Leuchttürme, die Zeichen setzen. Die sich allein dadurch vernetzen, dass sie hier jede/r für sich (ein)stehen und ‚blinken‘. Unser Thema ist ‚Vernetzung‘, unser Ausstellungs-Titel ist „Kunstvoll vernetzt“.

 

Künstler*innen: Malerei, Druckgrafik, Zeichnungen, Fotografie, Textil

Helga Clauss, Claudia Cruz,  Alexandra Frohloff, Werner Henkel, Anja Höppner, Ursula Jäger, Simone Jänke, Notburga Jenny-Niederprüm, Tina Juretzek, Henrique Lemes, Karin Mauelshagen, Thomas Milewski, Jörg Müssig,  Marlies Nittka,  Christine Prause, Christian Przygodda, Oandris (Joa) Tejeiro Nordet, Rose Richter Armgard, Gintare Skroblyte, Ilona Tessmer, Antonio Velasces Munoz, Miriam Wilke

Bildhauer*innen:

Johann Behrends, Gunther Gerlach, Mirsad Herenda, Sarah Hillebrecht,  Ute Safrin, Christoph Sprute, Ulrich Graf-Nottrodt

Künstler*innen Objekt:

Akkela Dienstbier, Gotthart Kuppel, Odine Lang, Silke Mohrhoff, Jürgen Moldenhauer, Dieter Neßmann, 

Installationen:

Ida Büssing, Friederike Kahle-Nicolaides, Christian Plep, Noriko Yamamoto,

Zu Gast sind Künstler*innen der HSK Ottersberg aus der Klasse von Prof. Stenschke

Lukas Bleyer, Susanne Fasse, Frauke Lindemann, Anista Mangala Arulruban, Anna Nau, Mathilde Reichardt

 

Der Eintritt ist frei. Anmeldung ist nicht erforderlich.