Konzert | Folk Songs form Wales | 16.10.2021 | 20.00 Uhr


Folk Songs from Wales

Ein Ausflug auf die britischen Inseln mit Musik von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und walisischen Komponisten für

Violine, Violoncello, Klavier und Gesang.

 

„O Musik! Eine Melodie fällt dir ein, du singst sie ohne Stimme, nur innerlich, durchtränkst dein Wesen mit ihr, sie nimmt von allen deinen Kräften und Bewegungen Besitz - und für die

Augenblicke, die sie in dir lebt, löscht sie alles Zufällige, Böse, Rohe, Traurige in dir aus, lässt die Welt mitklingen, macht das Schwere leicht und das Starre beflügelt! Das alles kann die Melodie eines Volksliedes tun!“ Hermann Hesse

 

Gewisse Melodien und Lieder gehen uns nahe – besonders dann, wenn wir sie mit besonderen Momenten oder mit besonderen Orten und Erinnerungen in Verbindung bringen. Ein Stück Heimat: genau das sind walisische Volkslieder für die deutsch-britische Sopranistin Corinna Reynolds. Die Bewohner von Wales pflegen ihre keltische Muttersprache bis heute, und so hat der Landesteil zwischen der Irischen See und den Cumbrian Mountains viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Genau diese besondere Verbundenheit der Briten zu ihrer Heimat hat schon Komponisten wie Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn inspiriert, mündlich überlieferte Volkslieder zu bearbeiten. Außerdem waren Arrangements von Volksliedern damals äußerst beliebt – und dementsprechend gut wurden die Komponisten bezahlt.

 

Die musikalischen Bearbeitungen von Texten der walisischen Mythologie, Liebesgeschichten zwischen Seemännern und der „Cottage Maid“ und Naturbeschreibungen der Schäfer tragen zweierlei Handschriften: sie sind gleichzeitig Volkslieder und anspruchsvolle Kammermusik. Haydn und Beethoven haben für ihre Lieder eine außergewöhnliche Quartettbesetzung gewählt: Violine, Violoncello, Klavier und Gesang. Die vier Bremer Musikerinnen haben sich extra für

dieses Programm zusammengetan und gleich noch mehr Lieder walisischer Komponisten für diese besondere Besetzung arrangiert.

 

Programm

Joseph Haydn:

Wallisische Volkslieder Hob.XXXIb

Nr. 7 Sir Watkyn’s Dream (Ash Grove)

Nr. 4 The dying Bard to his Harp - Dafydd y garen wen

Nr. 9 All through the night - Ar hyd y Nos

 

Ludwig van Beethoven:

26 Wallisische Lieder, WoO 155

Nr. 3 The Cottage Maid

Nr. 7 O let the Night my blushes hide

Nr. 9 To the Aeolian Harp

Nr. 15 When Mortals all to rest retire

Nr. 19 The Vale of Clwyd

Nr. 21 Cupid’s Kindness

 

Trevor Roberts:

Five Welsh Folk Songs

Nr. 1 While the Sea is full of Salt

Nr. 2 The Milkmaid’s Song

Nr. 3 The Miller’s Song

Nr. 4 Fair Lisa

Nr. 5 The Grey Horse

 

Idris Lewis

Bugail Aberdyfi

W.S. Gwynn Williams

My little Welsh home

 

Biografien

Die deutsch-britische Sopranistin Corinna Reynolds studierte Gesang und Klavier und schloss ihr Studium mit dem künstlerischen und pädagogischen Diplom an der Musikhochschule Würzburg ab. Schon während des Studiums wirkte sie mehrfach solistisch in CD- Produktionen des Bayrischen Rundfunks mit und erhielt ein Stipendium des Richard-Wagner Verbandes. Seitdem ist sie als freischaffende Künstlerin und Musikpädagogin tätig. Engagements im Konzert - Opern - und

Oratorienfach führten sie unter anderem nach München, Wien, Graz, Würzburg, Bamberg und Bremen.

 

Theresa Lier studierte Violine an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Indiana University - Jacobs School of Music in Bloomington, USA. In Bloomington widmete sie sich insbesondere der historischen Aufführungspraxis. Theresa spielte als Akademistin bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und als Aushilfe im Kölner Kammerorchester. In beiden Ensembles spielt sie weiterhin als Gast. Sie ist außerdem Mitglied im Europäischen Barockorchester. Da ihr die Arbeit mit Musikbegeisterten aller Generationen am Herzen liegt, gründete sie 2018 die Kammermusikwoche für begeisterte Musiker jeden Alters und Berufs auf dem Buchnerhof in Bozen, Italien. Diese wird nun jährlich stattfinden.

 

Lynda Cortis studierte Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und schloss ihr Studium mit dem “Master of Arts“ ab. Ein besonderes Anliegen ihres künstlerischen Schaffens ist die Kammermusik. Neben ihrem Soloprogramm „Looping Lynda“ unternimmt sie regelmäßig Konzertreisen mit ihrem Klaviertrio Panufnik Trio, das Mitglied der European Chamber Music Academy ist. Sie ist außerdem Cellistin im „Ensemble New Babylon“, ein etabliertes Bremer Ensemble für Neue Musik. Regelmäßig spielt sie mit den Hamburger Symphonikern und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Seit dem Sommersemester 2016 ist Lynda Cortis Lehrbeauftragte an der Hochschule für Künste Bremen.

 

Lea Fink studierte Klavier und Musiktheorie in Rostock, Boston und Wien. Sie war Musikvermittlerin am Gewandhaus zu Leipzig und leitete von 2014-2018 das Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Im Bereich der Kulturellen Bildung gilt ihr besonderes Interesse groß angelegten, partizipativen Musiktheater-Projekten und der Vermittlung zeitgenössischer Musik. Momentan ist Lea Fink wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt und erforscht, welche Rolle die Wahrnehmung musikalischer Form für die Hörer spielt.

 

Eintritt: 12,00 Euro. Anmeldung erforderlich.

Einlass nach den aktuellen Coronabedingungen: Genesen, Geimpft, aktuell Getestet.