Konzert | Skupa - Balkanmusik | 20.09.2019 | 20:00 Uhr


Die Gruppe kommt aus Bremen und wurde 2013 gegründet, sie besteht aus Birgit Hoffmann (Geige), Jan-Willem Overweg (Tuba), Hendrik Jörg (Flamenco-Gitarre) und Gert Woyczechowski
(Percussion). Ihr künstlerischer Ansatz, der einst aus der geteilten Begeisterung für Balkan- und Gypsymusik entstand, stellt etwas ganz Besonders dar.


Einflüsse aus Osteuropa
Skupa nehmen traditionelle Melodien oder Fragmente als Grundlage, die im weitesten Sinne dem osteuropäischen Raum entstammen. Diese werden dann in kompositorischer Hinsicht frei verändert, ergänzt, mit weiteren Einflüssen aus Genres wie Jazz, Flamenco und orientalischer Musik garniert.
Auch Improvisationen spielen eine Rolle im Kontext der Band. Zum Einstieg glänzte Jörg mit feinfühligem Spiel auf der Akustikgitarre, bevor sich Hoffmanns flächige Violinsenklänge und wiederum in zeitlich kurzem Versatz Woyczechowski facettenreich ausgearbeitete Percussion dazu gesellten. Overwegs Tuba schließlich erschallte in tief tönendem Kontrast zu den anderen beiden Melodieinstrumenten und legte ein sattes Bassfundament. Die Eröffnungsnummer pendelte gekonnt zwischen getragen und flott und bot viele Stimmungsbilder - ein Stilmittel, welches sich wie ein roter Faden durch beinahe alle Stücke zog und diese damit stets unvorhersehbar gestaltete, immer mit vielen Details und Überraschungen. Da die Übergänge einzelner Parts fast ausschließlich fließend angelegt waren, wirkten die Kompositionen trotz der differenzierten Ausrichtung innerhalb eines Arrangements niemals zerfahren. Wenn doch mal eine abrupte Stelle auftauchte, dann als bewusster Akzent. »Rumba« mit seinen vordergründigen Flamenco-Einflüssen transportierte eine große Portion spanisches Flair, auch hier folgten auf leise Elemente intensive, inklusive energiegeladenen Steigerungen zum Finale hin.


Gitarre und Violine
Das auf griechischen Einflüssen basierende »Borino Oro« wusste mit harmonischer Gitarren-Violinen-Kombination zu gefallen, während »Mombar« mit einer armenischen Basis eher ruhig angelegt war und sich dabei eine wunderbare Atmosphäre entfalten konnte. Interessant und virtuos gleichermaßen dann die Rhythmik bei »Korobuchka« mit russischem Hintergrund. Zu jeder Sekunde wurde der Ausnahmestatus der Band deutlich. Dem Wunsch nach einer Zugabe kamen Skupa dann nach Ende des offiziellen Programms gerne nach und rundeten damit einen außergewöhnlichen Konzertabend ab.

 

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.