Bildvortrag | documenta fifteen | Heinrich Lintze + Detlef Stein

06.05.2022 | 18.00  und 20.00 Uhr | documenta 1

27.05.2022 | 18.00 und 20.00 Uhr | documenta 2


Am 18. Juni beginnt in Kassel die „documenta fifteen“. Die 15. Ausgabe der weltgrößten Ausstellung moderner Kunst dauert – wie immer – 100 Tage und endet Ende September. Schon jetzt gibt es viele Auseinandersetzungen um die Kunst-Schau. In der Feuilletons der großen Zeitungen wird das neue Ausstellungskonzept von ruangrupa, den diesjährigen Kuratoren, diskutiert – soweit davon etwas bekannt geworden ist. Immer lockt die documenta zu lebhafter Debatte und sie spiegelt Tendenzen des internationalen Kunst- und Kulturbetriebs.

 

Wie, Detlef Stein und Heinrich Lintze, möchten in zwei Abendveranstaltungen die Geschichte der documenta aufzeigen.

 

Am 6.  Mai geht es um Gründungsgeschichte und –mythos der documenta, die 1955 angetreten war, den Bruch mit der nationalsozialistischen Kunstauffassung deutlich werden zu lassen und gerade die Werke wieder in Deutschland zu zeigen, die 12 Jahre lang als „entartet“ diffamiert worden waren. Seit einiger Zeit tobt ein heftiger Streit, ob die documenta in ihren Anfängen diesen Ansprüchen gerecht geworden ist. Wir möchten anhand der ersten sieben documenten die Nachriegsgeschichte der Kunst, wie sie sich in den documenten darstellt, präsentieren – die wichtigsten Themen, Werke und Künstler der jeweiligen documenta vorstellen, aber auch die Streitpunkte nicht aussparen.  

 

Bei der zweiten Veranstaltung, am 27. Mai geht es um die documenten 8 bis 14, also von 1987 bis 2017. In diesen Jahren hat die documenta die Nachkriegsauseinandersetzungen hinter sich gelassen, ist internationaler geworden, hat auch Frauen den Kuratorenthron überlassen und sich über das gesamte Stadtgebiet Kassels ausgebreitet – ja, die Außenstellen der documenta waren auf der ganzen Welt angesiedelt. Dieses Jahr ist es erstmals ein Kollektiv, das die documenta leitet und das aus einem Land des globalen Südens stammt. Wir möchten versuchen, diese neuen Entwicklungslinien der documenta nachzuzeichnen und die jeweiligen Besonderheiten der documenten darzustellen

 

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.