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Lesung | Zauberberg | 28.09.2018 | 20:00 Uhr


Thomas Mann „Der Zauberberg“
Lesung mit Musik

Sprecher: Ralf Knapp, Klavier: Michael Rettig

Geplant als Novelle, als heiteres Gegenstück zum „Tod in Venedig“, entstand mit dem „Zauberberg“ einer der großen Romane der klassischen Moderne. Ein kurzer Besuch in einem Davoser Sanatorium wird für Hans Castorp zu einem siebenjährigen Aufenthalt. Die zeitentrückte, atmosphärisch von Krankheit und Tod geprägte Berg- bzw. Sanatoriumswelt wird zur Bühne für die europäische Befindlichkeit vor dem Ersten Weltkrieg und zu faszinierenden Reflexionen über das Phänomen der Zeit, über Krankheit und Gesundheit. Im Juli 1913 begonnen, konnte der Roman 1924 abgeschlossen und veröffentlicht werden.

Die Texte rezitiert der Theaterwissenschaftler, Germanist, Schauspieler und Regisseur Ralf Knapp, begleitet am Flügel von dem Musiker und Komponisten Michael Rettig.

Viten:

RALF KNAPP (Rezitation), geb. 1957, Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik, 1984-1990 Regieassistent, Schauspieler und Regisseur am Bremer Theater, 1990-1995 Oberspielleiter im Schauspiel des Stadttheaters Hildesheim, 1995-2002 Künstlerischer Leiter des Jungen Theaters Bremen, seit 2002 Künstlerischer Leiter des Bremer Ensembles,seit 2010 Künstlerischer Leiter des Bremer Kriminaltheaters.
Gastinszenierungen an den Stadttheatern von Braunschweig, Bremerhaven, Hagen, Hildesheim, Lübeck, Regensburg, am Theater für Niedersachsen, dem Theaterschiff Bremen, der Komödie Kassel und der Leipziger Pfeffermühle.


MICHAEL RETTIG (Klavier) beschäftigt sich mit spätromantischer und zeitgenössischer Klaviermusik und schreibt Theaterstücke und Bühnenmusiken. Zuletzt: „Morgen und Abend“ nach Jon Fosse (2009), „Jagd-Beute-Jagd“ (2009), „Das Dorf war auch immer so groß – nach Herta Müller“ (2010), „Das Meer“ (2011), „Der Wanderer – ohne Kompass gehen“ (2011/12), „Faust2, Kapital und Schulden“ (2013), „Nachthimmel – Songs für Klavier und Cello“ zusammen mit Miran Zrimsek (2014), „Aller Tage Abend“ – Text, Tanz, Musik nach dem Roman von Jenny Erpenbeck (2014), „Burnout – Monologe“ (2015). In Planung: „was jedem in die Kindheit scheint und wo noch keiner war: Heimat – für Klavier und Cello“ (2016), „Rosa Luxemburg“ – Tanztheater (2016)