Szenische Lesung | Rosa | zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg

06.03.2019 | 19:00 Uhr


im Rahmen des Internationalen Frauentages

in Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor

Rosa! Sie war klein, sie war gehbehindert, sie war Jüdin, sie war Ausländerin UND sie war eine Frau!

Dennoch wurde ihre Stimme gehört, in einer Zeit, in der Frauen noch keine Stimme hatten und sie hat eine Wahl für ihre Partei gewonnen, ohne wahlberechtigt zu sein. Sie war und ist eine Symbolfigur der Arbeiterbewegung, Wortführerin der linken SPD, Mitbegründerin der KPD. 1919 wurde sie verhaftet, verhört, gefoltert und ermordet. Ihre Leiche wurde in den Landwehrkanal in Berlin geworfen.

WARUM ROSA! ?

Anlässlich des 100. Todestages von Rosa Luxemburg sind wir dem nachgegangen, was Leben und Arbeiten, Werk und Tod dieser Frau heute noch für uns bedeuten.

Wir wollen keine politisch-historische Analyse verfassen, die gibt es schon vielfach aus berufenerem Munde. Wir sind Autorinnen, keine Wissenschaftlerinnen und möchten unseren persönlichen Zugang zu dem „Phänomen“ Rosa Luxemburg finden.

Dabei haben uns mehrere Fragen bewegt:

Wie kann die Bedeutung von politischem Engagement in dieser Gesellschaft verdeutlicht werden? Welche Erfahrungen haben wir mit Selbstwirksamkeit und Hindernissen gemacht? Sind weibliche Vorbilder, politische und feministische Leitfiguren, heute noch nötig? Wie können wir Menschen zu Eigensinn, Einmischung und Eigenverantwortung ermutigen?

Bei der Beschäftigung mit ihr sind wir Rosa Luxemburg durch ihre Briefe und Reden, sowie durch die reichhaltige Sekundärliteratur, Filme und Radiofeatures näher gekommen. Jede auf ihre Weise.

Entstanden ist eine Collage aus eigener Lyrik, Kurzprosa und Songs sowie Textpassagen von Rosa Luxemburg.